Dr. med. Manfred Siedl * ARIANE MAIER
FACHÄRZTE FÜR INNERE MEDIZIN / PNEUMOLOGIE
Allergologie * Schlafmedizin * Notfallmedizin

Bodyplethysmographie ("Große Lungenfunktion")

Was wird gemessen?
Bei der Bodyplethysmographie ist die Spirometrie („kleine Lungenfunktion") ebenfalls der zentrale Bestandteil der Messung. Zusätzlich zur Spirometrie können die Atemwegswiderstände gemessen werden. Außerdem kann das Maß einer Lungenüberblähung bei akutem Asthma oder chronisch-obstruktiver Bronchitis festgestellt werden.

Messprinzip
Zur Messung der Atemwegswiderstände und des Lungenvolumens nach normaler Ausatmung (intrathorakales Gasvolumen) befindet sich der Patient in einer geschlossenen Kabine. Parallel werden Druckschwankungen in der Kabine und am Mundstück des Patienten gemessen (diese entsprechen den Druckschwankungen in der Lunge). Aus diesen Messgrößen lassen sich die Atemwegswiderstände berechnen und das Maß der Lungenüberblähung kann ermittelt werden.

 2019 LuFu

Spirometrie ("Kleine Lungenfunktion")

Was wird gemessen?
Bei Patienten, die bei der "großen Lungenfunktion" in der Kabine Platzangst haben, oder wenn Patienten nicht in die Kabine kommen können, kann eine Spirometrie ("kleine Lungenfunktion") durchgeführt werden.

Messprinzip
Der Patient atmet bei verschlossener Nase durch einen sogenannten Pneumotachographen durch einen definierten Widerstand. Dabei werden Druckunterschiede registriert, aus denen sich Lungenvolumina und Luftflüsse errechnen lassen.

 

Diffusionsmessung (Messung der Sauerstoffaufnahmefähigkeit durch die Lunge) 

Was wird gemessen?
Gemessen wird die Aufnahmefähigkeit von Kohlenmonoxid (CO) von den Lungenbläschen in die kleinen Lungengefäße. Zusätzlich inhaliert der Patient Helium. Durch Messung der Heliumkonzentration in der Ein- und Ausatemluft kann das Lungenvolumen mit der sogenannten Gasverdünnungsmethode gemessen werden.

Messprinzip
Ein tiefer Atemzug wird aus der Gasflasche mit einem Gasgemisch aus Helium He (ca.10%), Kohenmonoxid CO (ca. 0,3%) und Luft genommen. Die Konzentrationen der Ausatemluft werden im Gasanalysator ermittelt und mit den Konzentrationen der Einatemluft verglichen. Aus den Konzentrationsdifferenzen wird das Sauerstoffaufnahmevermögen der Lunge und das Volumen der Lungenbläschen (Alveolen) errechnet. 

 

Bronchospasmolysetest (Messung der Erweiterbarkeit der Bronchien durch Medikamente)

Was wird gemessen?
Gemessen wird die Wirkung von Bronchien-erweiternden Medikamenten. Erweitern sich die Bronchien deutlich, spricht man von einem positiven Bronchospasmolysetest.

Messprinzip
Wird eine Obstruktion (Einengung der Bronchien) bei einer Bodyplethysmographie oder Spirometrie festgestellt, wird ein Bronchien-erweiterndes Medikament gegeben. Anschließend wird erneut eine Lungenfunktion durchgeführt. Erweitern sich die Bronchien deutlich, liegt ein Asthma bronchiale vor.    

Unspezifischer Provokationstest (Überprüfung der Bronchien auf Überempfindlichkeit) 

Was wird gemessen?
Gemessen wird die Empfindlichkeit des Bronchialsystems auf unspezifische Reize wie z.B. kalte, feuchte Luft. Ein überempfindliches Bronchialsystem gilt als Vorstufe zum Asthma bronchiale.

Messprinzip
Ein Bronchien-reizendes Medikament (Metacholin) wird vom Patienten in langsam steigender Dosis inhaliert. Durch wiederholte Lungenfunktionstests wird überprüft, in wie weit sich daraufhin die Bronchien verengen. Falls sich die Bronchien deutlich verengen, muss danach ein Bronchien-öffnendes Medikament gegeben werden, um den Reiz wieder zu neutralisieren.

                   2019 Lufu2

 

              

 
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